Life After Art School: Badrieh Wanli

Diese Episode gehört zum Podcast Life After Art School

Das erwartet dich:

Badrieh Wanli ist zu Gast in der zehnten Folge von Life After Art School. Nach einer Ausbildung zur Schauspielerin an der Freien Schauspielschule Hamburg studierte sie Freie Kunst an der HFBK. Sie erweiterte ihr Studium im Laufe der Zeit um das Lehramt für Gymnasien und arbeitet heute als Lehrerin für Kunst und Deutsch in Hamburg Altona.

Als Mutter zweier Kinder beschäftigt sie sich in ihrer künstlerischen Praxis mit Fragen der Vereinbarkeit von Weiblichkeit, Sichtbarkeit und Verantwortung.

Anne und Cornelius sprechen mit Badrieh darüber, warum die Arbeitswelt der Kunst so schnell in den Hintergrund rückt, sobald elterliche Care-Work den Alltag bestimmt. Wo und wie müssten wir als Gesellschaft die Strukturen der Arbeit so verändern, dass künstlerische Praxis und Elternschaft sich nicht im Wege stehen? Welche Verantwortung trägt man dafür individuell und welche liegt bei Institutionen wie Hochschulen und Kultureinrichtungen?

Warum Schulen entscheidende Orte für diese Fragen sein können und welche Lehrer*innen Badrieh, Anne und Cornelius in ihrer eigenen Schulzeit entscheidende Impulse mitgegeben haben, hört ihr in dieser Folge.

Mitwirkende Biografien

Gästin
Badrieh Wanli

Badrieh Wanli besuchte nach dem Abitur eine Schauspielschule und legte dort ihre Bühnenreife ab. Anschließend entschied sie sich kurzerhand für eine Bewerbung an der Hochschule für bildende Künste Hamburg. Die HFBK nahm sie für ein Studium der freien Kunst auf. Zwischen 2012 und 2022 studierte sie dort zunächst bei Michaela Melian und Katharina Pethke. Später erweiterte sie ihr Studium um das Lehramt für Gymnasien. Heute arbeitet Badrieh Wanli als Lehrerin für Kunst und Deutsch an einem Gymnasium in Hamburg-Altona.

Seit sie mit 25 Jahren Mutter wurde, kreist ihre künstlerische Praxis um Fragen von Weiblichkeit, Vereinbarkeit, Sichtbarkeit und Zuständigkeit: Wer trägt Verantwortung? Wer wird gesehen? Und wie verändert sich künstlerische Arbeit, wenn Care-Arbeit Teil des eigenen Alltags wird?

Mit ihrer neuen Rolle als Lehrerin stellt sich eine weitere Frage: Wie lassen sich die Identitäten Künstlerin und Lehrerin zusammendenken?

Moderator*innen

Anne Meerpohl arbeitet als kuratorische Assistenz im ICAT der HFBK Hamburg. Zuvor war sie als freie Künstlerin, Autorin und Kuratorin in Hamburg tätig und beschäftigte sich mit wie Produktionsbedingungen, Körper, Fluidität und Fürsorge. Meerpohl ist Mitbegründerin des Cake&Cash Collective und war kollaborativ, kollektiv oder im Alleingang bereits zu sehen u.a. im MARKK - Museum am Rothenbaum, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Kunstverein Harburger Bahnhof und weiteren.

Cornelius Puschke arbeitet als Dramaturg, Kurator und Dozent. Er studierte Kulturanthropologie und Germanistik an der Universität Hamburg und hatte Anstellungen am Maxim Gorki Theater und bei den Berliner Festspielen. 2014-2015 war er Gastprofessor für Dramaturgie an der HAW Hamburg. Seit 2017 arbeitet er selbstständig und kuratierte Projekte wie “100 neue Wörter” (Literaturforum im Brecht-Haus) oder „1000 Scores. Pieces for Here, Now & Later“ (mit Helgard Haug & David Helbich). Cornelius Puschke arbeitet derzeit für das Programm “Übermorgen” der Kulturstiftung des Bundes und lehrt an der HfMT Hamburg und der HFBK Hamburg.

Shownotes

HfBK Hamburg
https://hfbk-hamburg.de/de/

Freie Schauspielschule Hamburg
https://www.freie-schauspielschule-hamburg.de/

Gymnasium Altona
https://www.gymaltona.de/kinoscreening/

Galerie 23 Wilhelmsburg
https://www.atelierhaus23.de/de/galerie-23

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