Thema: Umwelt & Nachhaltigkeit
16.07.2026 | Christian Friedrich
#2 Die Komplexität nachhaltigen Handelns
Nachhaltigkeit klingt oft nach einer klaren Richtung. Doch wer genauer hinschaut, merkt schnell: Die wirklich nachhaltigen Entscheidungen sind selten einfach. In dieser Folge von Zumutung Kurswechsel sprechen Ellen und Claudia darüber, warum Nachhaltigkeit ein komplexes Thema ist – und warum genau darin eine der größten Herausforderungen liegt.
Gemeinsam erkunden sie die Spannungsfelder zwischen Ökologie, Ökonomie und sozialer Verantwortung, sprechen über Zielkonflikte, Unsicherheiten und Widersprüche und zeigen, weshalb nachhaltiges Handeln oft bedeutet, mit Unvollkommenheit leben zu lernen. Dabei wird deutlich: Es geht nicht darum, immer die perfekte Entscheidung zu treffen, sondern überhaupt ins Handeln zu kommen.
Außerdem erfährst du, wie einfache Routinen und kleine Gewohnheiten helfen können, komplexe Entscheidungen im Alltag leichter zu machen – und warum Nachhaltigkeit weniger mit Perfektion als mit Lernbereitschaft zu tun hat.
In dieser Folge erfährst du:
- Warum Nachhaltigkeit gleichzeitig Zustand und Prozess ist
- Was globale Auswirkungen mit lokalem Handeln zu tun haben
- Weshalb Unsicherheit, Zielkonflikte und Widersprüche unvermeidbar sind
- Wie man trotz komplexer Faktenlagen handlungsfähig bleibt
- Warum kleine Gewohnheiten oft wirksamer sind als große Vorsätze
Eine Folge über die Kunst, mit Komplexität umzugehen – und darüber, warum nachhaltige Veränderungen oft mit einem einzigen kleinen Schritt beginnen.
Shownotes
Zum Lernangebot
Basiswissen Nachhaltigkeit: Komplexität
https://learn.hoou.de/course/view.php?id=1412
Welches sind deine Wenn… dann – Momente? Schreib uns, wie du dir komplexe Nachhaltigkeitsentscheidungen einfach machst?
Schreib uns an hoou@haw-hamburg.de
Links:
https://www.stockholmresilience.org/research/planetary-boundaries.html
https://dezernatzukunft.org/publikationen/16-gruende-fuer-schnelles-handeln-kipppunkte-und-ihre-bedeutung-fuer-die-klimapolitik
https://doughnuteconomics.org
Tackling Environmental Problems with the Help of Behavioural Insights.
https://www.oecd.org/en/publications/tackling-environmental-problems-with-the-help-of-behavioural-insights_9789264273887-en.html
Beteiligte
Ellen Pflaum
Claudia Heinrich
07.07.2026 | Katrin Schröder
Das Klimaparlament bei den Hamburger Horizonten
In der Parlamentssitzung des Klimaparlaments sämtlicher Wesen und Unwesen* sind Sie hautnah dabei, wenn die frischgebackenen Botschafter*innen der Hamburger Wesen und Unwesen (siehe Veranstaltung „Werden Sie Botschafter*in im Klimaparlament!“) ihre Anliegen vortragen und Beschlüsse fassen. Angeregt von den Theorien des französischen Philosophen Bruno Latour fragen wir performativ: Was denken andere Wesen und Unwesen darüber, wie es mit dem Planeten und dem Klima weitergeht? Haben sie bessere Ideen und Lösungen für ein Zusammenleben als wir Menschen? Diese neue Perspektive öffnet die Augen und lässt uns mutiger für die Bedürfnisse unserer Mitwelt in die Bresche springen.
* Wesen sind alle lebendigen Wesen der Erde, wie Regenwurm, Mauersegler, Fisch, Wald, oder Kleinstlebewesen wie Milben oder Bakterien. Unwesen sind nicht-lebendige Dinge, wie Steine, Wind, Elektrizität und auch menschengemachte Dinge wie Autos, Heizpilze, Luftballons .
07.07.2026 | Katrin Schröder
Werde Botschafter*in im Klimaparlament! (Workshop)
Klima, Wandel, Artensterben – war da was? Wir Menschen machen nur 0,01 Prozent der Biomasse der Erde aus, treffen aber gerne Entscheidungen für alle. Das Klimaparlament gibt hingegen sämtlichen Wesen und sogar Unwesen* Hamburgs eine Stimme, um über Klimafragen und eine lebenswerte und sichere Zukunft für alle zu diskutieren.
Im ersten Teil (14-17 Uhr) fühlen wir uns ein: in Tiere, Pflanzen oder Dinge. Im Workshop wechseln wir die Perspektive und werden Botschafter*in. Dafür werden alle Sinne angesprochen. In einem Schreibworkshop formulieren wir eine Rede mit Forderungen, wir improvisieren Kostümteile, eine Minihymne rundet den „tierdingpflanzlichen“ Auftritt im Klimaparlament ab. Im zweiten Teil werden die Reden gehalten und Beschlüsse gefasst (siehe Veranstaltung: „Das Klimaparlament bei den Hamburger Horizonten“ 18:30-20:00 Uhr).
* Wesen sind alle lebendigen Wesen der Erde, wie Regenwurm, Mauersegler, Fisch, Wald, oder Kleinstlebewesen wie Milben oder Bakterien. Unwesen sind nicht-lebendige Dinge, wie Steine, Wind, Elektrizität und auch menschengemachte Dinge wie Autos oder Luftballons.
02.07.2026 | jakob.kopczynski@haw-hamburg.de
#1 Nachhaltigkeit als Transformationspfad
Ausgehend von den Grundlagen des Onlinekurses „Transformationspfade“ sprechen Claudia und Ellen in der ersten Folge von Zumutung Kurswechsel um persönliche Schlüsselmomente, gesellschaftliche Veränderungen und die Frage, wie aus Beobachtungen echte Veränderung entstehen kann. Dabei werfen die beiden einen Blick auf den Earth Overshoot Day, die Sustainable Development Goals (SDGs) und die Bedeutung von Zusammenarbeit, Haltung und Verbundenheit.
Außerdem wird deutlich, warum Nachhaltigkeit keine perfekte Lösung kennt, sondern vielmehr eine gemeinsame Suchbewegung ist. Denn oft beginnt Veränderung nicht mit einem großen Plan, sondern mit einem kleinen Stolpern – und dem Mut, trotzdem loszugehen.
In dieser Folge erfährst du:
- Warum Nachhaltigkeit immer auch Transformation bedeutet
- Was der Earth Overshoot Day über unseren Ressourcenverbrauch verrät
- Welche Rolle die SDGs als Orientierungshilfe spielen
- Warum Zusammenarbeit ein Schlüssel für nachhaltige Entwicklung ist
- Weshalb kleine Schritte oft wirksamer sind als große Vorsätze
Eine Einladung, Nachhaltigkeit neu zu denken – weniger als Pflichtprogramm, sondern als gemeinsamer Lern- und Entwicklungsweg.
Shownotes
Zum Lernangebot
Basiswissen Nachhaltigkeit: Transformationspfade
https://learn.hoou.de/course/view.php?id=1335
Was ist dein Transformationpfad?
Schreib uns an hoou@haw-hamburg.de
Links
https://overshoot.footprintnetwork.org/
Brundlandt Report https://digitallibrary.un.org/record/139811?v=pdf
SDG der UN https://sdgs.un.org/goals
SDG in Deutschland https://www.bundesumweltministerium.de/themen/nachhaltigkeit/nachhaltigkeitsziele-sdgs
https://teachersforfuture.org/klimazeitstrahl/
14.04.2026 | Christian Friedrich
Selina Storm
Hamburg, das ist heute: Selina Storm. Seit Sommer 2025 ist sie Mitglied der Hamburger Bürgerschaft und Co-Landesvorsitzende der GRÜNEN in Hamburg. Sie ist auch: promovierte Physikerin, die sich mit Teilchenbeschleunigern auskennt und am DESY in Hamburg geforscht hat. Im Gespräch mit Christian Friedrich spricht sie über ihren Weg in die Wissenschaft und über ihren Weg in die Politik.
Sie hat sich Lernangebote der Hamburg Open Open University herausgesucht, die viel über sie und ihre Wege verraten: Es geht um ein fikitves Klimaparlament, um ein Planspiel zur Förderung der Team-Zusammenarbeit und darum, wie Nanotechnologie Stahlbrücken retten kann.
Shownotes
Selina Storm: Bewerbung Listenplatz Bürgerschaftswahl
Beschleuniger wie PETRA III und PETRA IV am DESY
HOOU Lernangebot: Studieren mit psychischen Erkrankungen
Verein zur Förderung politischen Handelns
Alkali-Kieselsäure-Reaktion aka Betonkrebs (Wikipedia)
Momo, Michael Ende (Wikipedia)
Momo, Michael Ende (thienemann Verlage)
Alle Zeit – Eine Frage von Macht und Freiheit, Teresa Bücker (ULLSTEIN)
Lernangebote
Wissenschaft kurz erklärt: Nano saves Makro
Weitere Podcast-Folgen
Alexander Porschke spricht über Umweltpolitik in Hamburg und die Entstehung der GRÜNEN in Hamburg
Karla Paul spricht über Engagement, Politik und Literatur
Michel Abdollahi spricht darüber, wie er gegen die Extreme Rechte eintritt
Foto Selina Storm: Henning Angerer/GRÜNE Hamburg
Credits
Moderation: Nicola Wessinghage und Christian Friedrich
Musik: Jakob Kopczynski
Produktion: Christian Friedrich
Die Angebote zum Selbstlernen auf der Online-Plattform der Hamburg Open Online University stehen allen Interessierten frei zur Verfügung.
Um unsere Lernangebote zu nutzen, brauchst du weder zu studieren noch bestimmte Voraussetzungen zu erfüllen. Schau einfach online vorbei. Unsere Internetadresse ist www.hoou.de
Feedback, Anregungen und Kommentare zum Podcast erreichen uns per E-Mail unter waswillstduwissen@haw-hamburg.de
12.08.2025 | Christian Friedrich
Alexander Porschke
Über Polarisierung, (grüne) Politik der letzten 45 Jahre, Klimawandel, die Tideelbe und die Frage: Was ist Geld?
Als ehemaliger Umweltsenator und später auch als Vorstand des Naturschutzbundes NABU in Hamburg ist Alexander Porschke vielen Hamburgerinnen und Hamburgern als Streiter für den Schutz der Elbe bekannt.
Alexander Porschke war vor inzwischen 45 Jahren an der Gründung der Grünen in Hamburg beteiligt und hat davor die „Bunte Liste – Wehrt euch!“ mitbegründet.
Umweltschutz, Klimaschutz und Politik hat er über mehr als 40 Jahre zusammengebracht und, wie er sagt, berechtigte Interessen auszugleichen versucht. Oft streitbar, manchmal vielleicht auch streitlustig. Aber auch pragmatischer Umweltschützer, der die Balance zwischen Naturschutz und anderen öffentlichen Interessen sucht. Irgendwie immer zwischen Konfrontation und Diplomatie, gespickt mit großer Sachkenntnis.
In einem Podcast, in dem es sich um Lernen und persönliche Erfahrungen im Dazulernen, im Verlernen, im immer wieder neu Lernen dreht, ist Alexander Porschke also ein passender Gast, weil sich in der konkreten Auseinandersetzung mit großen politischen Fragen sicher viel lernen lässt. Da waren wir uns im Podcast-Team von Beginn an sicher.
Links
Alexander Porschke (Wikipedia)
Interview bei Hamburg schnackt
Bunte Liste – Wehrt euch (Wikipedia)
Kommunistischer Bund (Wikipedia)
Fraktionsgeschichte Grüne Hamburg
Scheiße, Cheri: Bericht im Spiegel vom 26.12.1982 zur Bürgerschaftswahl in Hamburg
Werte- und Entwicklungsquadrat (Wikipedia)
Triggerpunkte (Steffen Mau, Thomas Lux, Linus Westheuser)
Volksinitiative Hamburgs grün bleibt erhalten
Schierlings-Wasserfenchel (Wikipedia)
ZEIT: Unser Ziel ist die Verhinderung (16.02.2017)
Vor 30 Jahren: Protest gegen Volkszählung (bpb)
Lernangebote
Lernangebot: How to Change a Running System
Foto Alexander Porschke: NABU Deutschland
Foto: Thomas Panzau
19.05.2025 | Katrin Schröder
Wir geben Gas! Biogas für Altona
Letztes Jahr radelten wir per Fahrradkorso das Biogas aus Wilhelmsburg heran. Jetzt hat Altona eine eigene, kleine Biogasanlage! Sie steht am KulturEnergieBunker Altona (KEBAP) und funktioniert ähnlich wie eine Kuh: Vorne kommt Organisches rein, hinten Methangas raus. Und damit kochen wir: CO2 neutral und mit geretteten Lebensmitteln.
Seit März wird unsere Kuh einmal im Monat gefüttert. Dafür sammelt die Nachbarschaft (Anwohner*innen, Louise Schroeder Schule, Café Buondi u.a.) frischen Bioabfall und erntet zwei Biogassäcke voll mit Methangas. Diese Biogassäcke wiegen 4 kg und wir können sie wie einen Rucksack auf den Rücken schnallen. Ihr seid eingeladen zur ersten großen Wanderung durch den Stadtteil mit Kuhglockengeläut und Musik von DJ CurlyVinyl. Angekommen auf dem Festivalgelände der altonale, schnippeln und kochen wir mit dem Gas ein leckeres BioGAStmahl.
Und so sieht der Plan für Sa, 28.6. aus:
12:00 Treffpunkt KulturEnergieBunker Altona (KEBAP), Schomburgstraße 6
12:15 Start der Wanderung mit Biogasrucksäcken, begleitet von DJ CurlyVinyl
13:30 Schnippeldisko mit geretteten Lebensmitteln für ein CO 2 neutrales BioGAStmahl auf der Christianswiese
14:30 Expert*innentest: Was ist drin im Sack? Erste Hochrechnungen, wie lange die Flamme brennen wird
15:00 Torsten am Gaskocher zaubert uns was Leckeres
16:00 Durational Performance von Anne Gelderblom & Surya Tüchler
17:00 BioGAStmahl aus geretteten Lebensmitteln – solange der Vorrat reicht – auf einem Klangteppich von DJ CurlyVinyl.
Ein Projekt von altonale visionair in Kooperation mit
KEBAP e.V. / Hamburg Open Online University (HOOU) / WATTwanderungen in Hamburg / TUHamburg / Zinnwerkee.V. / Christianskirche / foodsharing / WillkommensKulturHaus
Freundlich unterstützt von der Norddeutschen Stiftung für Umwelt und Entwicklung aus Erträgen von BINGO! Die Umweltlotterie
18.02.2025 | Dorothee Schielein
4226.10: Ruth Schaldach – RUVIVAL Universum
Die Projektleiterin der ersten Stunde, Dr. Ruth Schaldach, entwickelte mit ihrem großen, internationalen Team aus studentischen und wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen das bis heute umfangreichste Lernangebot der HOOU: RUVIVAL. In unserem Gespräch blicken wir zurück auf 10 Jahre produktive Zusammenarbeit.
02.12.2024 | Dorothee Schielein
Digital Bioresource Managment
SHORT TRACK
Organic residues are bioresources and managing them well provides many challenges. In this podcast, Phillipp Lüssenhop introduced the bioresource information tool (BRIT) and talks about how it can contribute to exploiting untapped potentials.
Axel Dürkop inverviewt Phillipp Lüssenhop
Research Group:
Bioresource Management
Weiterführende Links:
– Bioresource Information Tool (BRIT): https://brit.bioresource-tools.net
– BRIT-Quests: https://learn.hoou.de/course/view.php?id=695
– CLOSECYCLE Projekt: https://www.closecycle.eu
Traumhaft schön: die Malediven. Bild: Dion Tavenier/Unsplash
30.07.2024 | Meena Stavesand
Nachhaltigkeit im Urlaub: So helfen wir Umwelt und Menschen
Nachhaltiger Tourismus – was bedeutet das eigentlich? In den Sommerferien zieht es viele Menschen in ferne Länder. Sie möchten neue Kulturen entdecken, im Ozean baden oder durch den Dschungel wandern. Es gibt viele Möglichkeiten, den Urlaub zu gestalten. Doch sollten wir angesichts des Klimawandels unseren ökologischen Fußabdruck dabei im Blick haben? Die Politik beschäftigt sich zwar seit den 1990er Jahren und dem Aktionsprogramm Agenda 21 mit dem Thema Nachhaltigkeit, doch erst Jahre später spielt dabei auch der Tourismus eine Rolle.
Erst seit wenigen Jahren hören wir immer öfter von der Klimakrise oder sogar von der Klimakatastrophe, die auf uns zukommt, wenn wir nicht verstärkt an unserem Verhalten arbeiten. Die Forderungen von Initiativen wie Fridays for Future richten sich dabei vor allem an die Politik, an die Industrie, an die Big Player in der Welt. Doch auch jeder einzelne kann zur Entlastung des Klimas beitragen. Sei es beim Essen, bei der täglichen Fahrt zur Arbeit – oder beim Urlaub. Das Bewusstsein für eine Welt, in der wir auch zukünftig alle noch leben können, sollte jeder verinnerlichen.
Es braucht in jedem Fall bessere Strategien, damit die besonderen Flecken auf der Erde weiterhin bestehen und wir sie auch zukünftig bereisen können. Hier ist vor allem die Politik gefragt.
Große Herausforderungen vieler Urlaub-Hotspots
Die Malediven, Barbados oder die Seychellen sind solche traumhaften Reiseziele, zu denen viele Menschen das ganze Jahr über fliegen. Das ist gut, denn die Inseln leben vom Tourismus, doch diese Abhängigkeit birgt auch Risiken. In unserem Lernangebot „Sustainable Tourism for Small Island Developing States“ der HAW Hamburg geht es um die so genannten Inselentwicklungsländer – Small Island Developing States (SIDS). Trotz ihrer strahlend schönen Strände und der atemberaubenden Natur stehen diese Länder vor großen Herausforderungen.
Als einer der am schnellsten wachsenden Sektoren der Welt hat sich der Tourismus in den vergangenen Jahren zu einem der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren für viele SIDS entwickelt. Allerdings ist der Tourismus mit Risiken für diese empfindlichen Ökosysteme verbunden. Darüber hinaus sind viele SIDS aufgrund ihrer Größe und geografischen Lage mit Schwachstellen konfrontiert, die ihre Wettbewerbsfähigkeit in der Tourismusbranche einschränken.

In Anbetracht dieser Herausforderungen besteht ein Bedarf an gut formulierten Strategien, Vorschriften und Standards im Tourismussektor. Hier spielen die politischen Entscheidungsträger eine Schlüsselrolle bei der Förderung des Übergangs zu einem nachhaltigen Tourismus. Mit unserem kostenlosen englischsprachigen Lernangebot erfährst du mehr darüber und über die SIDS allgemein. Am Ende bekommst du auch eine Teilnahmebestätigung, dass du den Kurs durchlaufen hast.
Geschichte des nachhaltigen Tourismus
Obwohl wir erst in der jüngsten Zeit über die Klimaprobleme intensiv informiert werden, reicht die Geschichte des nachhaltigen Tourismus viel weiter zurück.
In den 1990er Jahren begannen internationale Organisationen sich dem Thema Umwelt anzunehmen. 1992 wurde auf der UN-Konferenz über Umwelt und Entwicklung in brasilianischen Rio de Janeiro das Konzept der Agenda 21 vorgestellt, das einen Fahrplan für nachhaltige Entwicklung in verschiedenen Sektoren darstellte. Diese Konferenz wird auch als „Earth Summit“ bezeichnet.
Sie diskutierten über den Zustand der Umwelt und über die Maßnahmen, die notwendig sind, um die Auswirkungen der Entwicklung auf die natürliche Welt im Hinblick auf eine nachhaltige Zukunft zu verringern. Die Tourismusindustrie als Instrument der wirtschaftlichen Entwicklung wurde damals noch nicht diskutiert. Anders war dies 2002.

Was ist die Agenda 21?<br>Die Agenda 21 stellt einen umfassenden Aktionsplan der Vereinten Nationen (UN) dar, der 1992 auf dem „Earth Summit“ verabschiedet wurde. Die Agenda 21 fungiert als globaler Fahrplan für nachhaltige Entwicklung und zielt darauf ab, die Umwelt und die Lebensqualität weltweit zu optimieren. Die Agenda 21 umfasst eine Vielzahl von Themen, welche in 40 Kapiteln behandelt werden. Es geht etwa um die Bekämpfung von Armut, um Gesundheitsförderung, um Konsumverhalten oder um Biodiversität und Wasservorräte.
Auf dem Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung im südafrikanischen Johannesburg wurden die seit 1992 erzielten Fortschritte bewertet und die Zukunftsperspektiven erörtert. In den letzten zehn Jahren hat sich die internationale Reise- und Tourismusbranche als starke Kraft für wirtschaftliche und nachhaltige Entwicklung erwiesen. Es herrscht Einigkeit darüber, ökologische, soziale und wirtschaftliche Aspekte in die Tourismusentwicklung zu integrieren.
2017 – Jahr des nachhaltigen Tourismus für Entwicklung
Im Jahr 2017 haben die Vereinten Nationen das Internationale Jahr des nachhaltigen Tourismus für Entwicklung ausgerufen. In ihrer Resolution haben sie die wichtige Rolle des nachhaltigen Tourismus als Instrument zur Beseitigung der Armut, zum Schutz der Umwelt, zur Verbesserung der Lebensqualität und zur wirtschaftlichen Stärkung von Frauen und Jugendlichen sowie seinen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung, insbesondere in Entwicklungsländern, anerkannt (Center of Responsible Tourism, 2017).
Heute hat die Nachhaltigkeit alle Branchen erreicht, und der Tourismus wird als lebensfähiger Wirtschaftszweig angesehen, der zur Erfüllung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung und der Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) beiträgt.

Was sind die SDGs?<br>Die Sustainable Development Goals (SDGs) spielen in der Agenda 2030 eine zentrale Rolle. Die Agenda 2030 ist ein globaler Rahmenplan für nachhaltige Entwicklung, der 2015 von den Vereinten Nationen (UN) verabschiedet wurde. Im Gegensatz zur Agenda 21, die als ein umfassendes Aktionsprogramm für das 21. Jahrhundert entwickelt wurde, zielt die Agenda 2030 darauf ab, bis zum Jahr 2030 konkrete Fortschritte in verschiedenen Bereichen der nachhaltigen Entwicklung zu erzielen. Kernstück der Agenda 2030 sind die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung, die auf 169 Unterziele verteilt sind.

Zusammengefasst zeigt die Geschichte des nachhaltigen Tourismus einen klaren Trend hin zu einer bewussteren und verantwortungsvolleren Praxis im globalen Tourismussektor. Dies wird durch eine internationale Zusammenarbeit und politische Engagements unterstützt. In unserem kostenlosen englischsprachigen Lernangebot kannst du nicht nur die Geschichte dahin nachverfolgen, sondern hörst auch von Expertinnen, wie wichtig nachhaltige Strategien für den Tourismus der SIDS sind. Nimm jetzt teil und erhalte am Ende eine Bestätigung über dein neu erlangtes Wissen!