Slammerinnen auf der Bühne

Foto: Meena Stavesand

12.06.2024 | Meena Stavesand

Weltpremieren beim Slam: Von nackten Reitern über zerbrochene Nudeln bis hin zu Mathe in der Musik

Was haben nackte Reiter, zerbrochene Spaghetti und ein Instrument mit nur einer Saite gemeinsam? Sie alle waren Teil des ersten Science-and-Art-Slams der HOOU. Vor mehr als 130 Menschen in der Zentralbibliothek der Bücherhallen Hamburg performten die Wissenschaftler:innen und Kulturschaffenden mit einzigartigen Auftritten.

WELTPREMIERE! Moderator Dr. Ronny Röwert geizte am Abend des 31. Mai nicht mit solchen Superlativen – und das zurecht! Denn nicht nur der Science-art-Art-Slam der Hamburg Open Online University an sich war eine Weltpremiere, auch die Slams waren in ihrer jeweiligen Form und der Zusammensetzung ein exklusives Schauspiel (und werden dies wohl bleiben).

Wissenschaftliche Vielfalt

Den mehr als 130 Besucherinnen und Besuchern bot sich also ein außergewöhnliches Event, das sich insbesondere durch seine wissenschaftliche Vielfalt auszeichnete. Denn wenn die HOOU einen Slam organisiert, dann sollen das Publikum auch etwas lernen – dafür steht die HOOU jedenfalls: Bildung für alle. So lautete also auch das geheime Motto des Abends.

Sophie Heins und Franz Vergöhl von der HCU.

Und so kombinierte das Organisationsteam um Dr. Paula de Oliveira Guglielmi einen Auftritt zu Künstlicher Intelligenz (mit kurzeitigem Internetproblem, das Ronny Röwert und Slammer Franz Vergöhl charmant überbrückten, während seine Slammerkollegin Sophie Heins es schnell löste) mit dem Vocalcoaching von Linda Smailus, bei dem die Hamburgerinnen und Hamburger ihre Stimme trainieren konnten.

Anja Steidinger, Julia Stolba und Nora Sternfeld von der HFBK als Inglam.

Harte Töne, sanfte Töne

Außerdem beeindruckten mit ihren Performances Prof. Dr. Anja Steidinger und Julia Stolba in Trenchcoat und Sonnenbrille – mit Prof. Dr. Nora Sternfeld als Stimme aus dem Off, die über nackte Reiter philosophierten, und Tam Thi Pham mit einem besonderen Instrument – der Dan Bau, die aus nur einer Saite besteht, aber trotzdem einzigartige Töne fabriziert.

Tam Thi Pham von der HfMT.

Zu vergessen sind aber auch nicht Jan Küchenhof, der mit dem Publikum eine Reise in die Welt der Ideenfindung und Produktentwicklung unternahm, und Vincent Dombrowski, der Musik und Mathematik miteinander verband. Klingt komisch? War aber spannend – auch für Menschen, die weniger mit Zahlen umgehen wollen!

Jan Küchenhof von der TU Hamburg.

Komplexe Themen simpel heruntergebrochen

Was fehlt? Die zerbrochenen Spaghetti! Und für die sorgte Philip Rose, der am Ende auf den Nudelresten auch den Siegerpokal in die Luft heben konnte. Der Wissenschaftler der HAW brachte dem Publikum die Vielseitigkeit von kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff näher – und das war (anders als vielleicht der Begriff an sich) unglaublich interessant. Das lag maßgeblich an Philips humorvoller Art, die Dinge auf ihre Einfachheit herunterzubrechen. Das ist nicht immer die Stärke von Forschenden, die zu einem Thema auch noch promovieren, aber Philip hat das mit Bravour gemeistert – und dafür am Ende den lautesten Applaus eingeheimst.

Philip Rose von der HAW Hamburg.

Natürlich wäre die HOOU nicht die HOOU, wenn auch beim „Applausometer“ Wissenschaft niederschwellig zu sehen gewesen wäre. Goran Lazarevic von der HfMT hatte eigens für den Slam eine Software programmiert, die mithilfe eines Mikrofons sehr genau anzeigte, wie laut der Applaus wirklich war. Und so war auch ohne Zweifel klar, dass sich Philip am Ende durchsetzte – wissenschaftlich belegt!

Leidenschaft für Wissenschaft, Kunst und Kultur

Knappt war es trotzdem. Denn alle Slammer:innen haben eins gezeigt: Sie sind Expert:innen auf ihren Gebieten – und begeistern mit ihrer Leidenschaft für die Wissenschaft, Kunst und Kultur viele Menschen. So auch die über 130 Zuschauerinnen und Zuschauer beim ersten Science-and-Art-Slam der Hamburg Open Online University.

Vincent Dombrowski von der HfMT.

Danke an alle Beteiligten

Wir bedanken uns bei allen Beteiligten, insbesondere bei den Bücherhallen Hamburg als Kooperationspartner, bei Frau Dr. Eva Gümbel, Hamburger Staatsrätin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung, die ein Grußwort sprach, bei Moderator Ronny Röwert und natürlich bei den Slammerinnen und Slammern für die vielen Weltpremieren!

Eine Frau zeigt zwei Kindern ChatGPT an einem Notebook

Titelbild: Maximilian Glas

27.10.2023 | hoouadmin

Nutze diesen Tag und erzähle eine Geschichte – mit ChatGPT und unserem Lernangebot

Heute – am 27. Oktober – wird vor allem in Großbritannien der Erzähl-eine-Geschichte-Tag gefeiert. Und welche Jahreszeit wäre besser geeignet, um sich mit den Themen Geschichten, Märchen und Fantasiewelten zu beschäftigen, als der Herbst?

Mündliche Überlieferungen sind die älteste Form der Unterhaltung. Unterhaltung im Sinne der Kommunikation und der Aufrechterhaltung eines gesellschaftlichen Gedächtnisses auf der einen Seite, jedoch auch im Sinne von Zeitvertreib auf der anderen Seite. Uralte Götter- und Heldensagen, Zaubermärchen und Legenden bereichern bis heute unseren Alltag und unsere Sprache. Thor, der Donnergott, hat es nicht nur geschafft, dass wir jeden vierten Tag der Woche seines Namens gedenken. Seit einigen Jahren besetzt er zusätzlich in regelmäßigen Abständen unsere Kinoleinwände. Der gute Mann hält sich seit 1500 Jahren in unserem Gedächtnis!

Nach der Keilschrift kommen Feder und Tinte – und heute tippen wir

Vor etwa 5000 Jahren beginnt die Geschichte der Schrift. Dies war der Startschuss für die Bewahrung von Göttergeschichten und noch viel älteren mündlichen Überlieferungen. Seitdem ist viel passiert: Aus geritzter eckiger Keilschrift wurden im Laufe der Zeit mit Feder und Tinte geschwungene Buchstaben. Heute tippen wir auf der Tastatur und automatische Transkriptionssoftware lässt gesprochenes Wort auf unsere Bildschirme schreiben. Auch die Entstehung von Geschichten, Anekdoten, Handlungen und Co. ist heute eine andere. Nicht umsonst streiken die Autor:innen und Schauspieler:innen in Hollywood wegen veränderten Arbeitsbedingungen.

Geschichten zu entwickeln und zu erzählen, ist ununterbrochen ein wesentlicher Baustein der Menschheitsgeschichte. In diesem Kontext möchten wir ein Angebot der HOOU vorstellen.

Aktuell schreibt Künstliche Intelligenz (KI) selbst Geschichte. In sämtlichen Medien ist KI eines der Top-Themen. Aus diesem Grund entwickelt die HAW Hamburg ein neues Angebot für die HOOU-Lernplattform. Es richtet sich an Schüler:innen und Lehrende, die das Thema KI auf spielerische Weise in ihren Unterricht integrieren möchten.

Schritt-für-Schritt-Anleitung für ChatGPT

Chatti hilft dir dabei, eine Geschichte zu schreiben.

Mit dem Lernangebot können Schüler:innen ihre ganz eigene Geschichte entwickeln. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung erklärt, wie dies – mit und ohne initiale Idee für eine Story – in Zusammenarbeit mit dem KI-Sprach-Tool ChatGPT funktioniert. Dafür existieren zusätzliche Hilfestellungen zur Anregung der eigenen Fantasie und viele Inspirationsquellen. Die Anleitung soll ein Leitfaden zur Orientierung sein. Gewünscht ist zudem ein freies und kreatives Ausprobieren, ein Austesten dessen, was geht und wo es aktuell mit dem Large-Language-Modell ChatGPT eventuell noch hapert.

Um das Angebot ganz ohne Sicherheitsbedenken ausprobieren zu können, ist der Chatbot für die nächste Zeit sogar direkt auf der Seite testbar. Ganz ohne Anmeldung und somit ohne Kontaktdaten hinterlassen zu müssen.

Testrunden zum wachsenden Lernangebot

Hierfür möchten die Entwickler:innen des HOOU-Angebotes möglichst viel Feedback von Teilnehmenden sammeln und dieses in das endgültige Produkt einfließen lassen. Erste Testrunden fanden im Juni am deutschlandweiten Digitaltag sowie zum Bürgerfest am 2. und 3. Oktober in Hamburg statt. Bei den Feierlichkeiten zum Tag der deutschen Einheit flanierten rund 700.000 Interessierte rund um die Binnenalster und informierten sich zum Motto „Horizonte öffnen“. Horizonte zu öffnen, beinhaltet für die HOOU nicht nur Bildung für alle zu öffnen, sondern diese auch für jeden Menschen zugänglich zu machen.

HOOU präsentiert sich auf dem Bürgerfest

Aus diesem Grund war die Hamburg Open Online University mit einem Stand beim Bürgerfest mit dabei. Die HOOU stellte sich vor und zeigte, was es auf der Lernplattform alles zu erleben gibt. Neben dem Angebot der HAW Hamburg zu „Geschichten schreiben mit ChatGPT“ konnten mit der HfMT ungewöhnliche Instrumente wie das Đàn bầu ausprobiert und sich darüber informiert werden, wie Inklusion in der Musikpädagogik stattfinden kann. Mit der TUHH wurde Mechanik hautnah erlebbar und auch ein kniffeliges Müll-Sortier-Spiel im Rahmen der WATTwanderungen stieß auf großes Interesse.

Besonders schön waren die vielen Gespräche auf dem Bürgerfest – hier spricht Stephan Dublasky mit zwei Besucherinnen. Bild: Maximilian Glas

Fantastische Geschichten vom Bürgerfest

Mit unserem Angebot „Geschichten schreiben mit ChatGPT“ erlebten wir am Bürgerfest magische Welten und abenteuerlustige Helden. Wir lernten zum Beispiel lyrisch veranlagte Androiden kennen, die unsere Welt mit magischen Gedichten retteten. Fantastisch wurde es hingegen mit einem Telefon, das mit Tieren sprechen konnte. Mit den Sonnensuchern, einer Gruppe von Jugendlichen, befreiten wir unser Zentralgestirn vor einem bösen Zauber und mit magischen Stiften und Wünsche erfüllenden Würfeln gingen wir auf Streifzug.

Wir wurden von einem KI-Programm (wie passend!) bedroht, welches Gedanken und Gefühle der Menschen manipulierte und waren mit einer außerirdischen Zivilisation namens Corona konfrontiert, die uns einen gewaltigen Sonnensturm auf die Erde jagte und flogen unbeschadet zum Planeten Xylon-7. Eine durch die Zeit wandernde Frau hatte jedoch weniger Glück: Ihre Zeitreisebrille ließ sie immer älter werden. Aber auch den Menschen, die ihre Körper in holografische Projektionen hochluden, erging es nicht viel besser: Sie wurden Opfer eines Hackerangriffs.

Dennoch: Schlussendlich, nach all diesen abwechslungsreichen Abenteuern, freuten wir uns immer über ein glückliches Happy End, die Rettung der Welt und das Fortbestehen der Menschheit.

Unser Lernangebot vor Live-Publikum in Bonn

Anfang November findet eine dritte Testrunde zum Lernangebot „Geschichten schreiben mit ChatGPT“ mit Live-Publikum statt. Am 8. und 9. November wird die HAW Hamburg in Bonn beim DIGITAL@School Campus 2023 – Digitale Welten zum Anfassen mit vertreten sein. Das Ziel ist es, das Angebot zusammen mit Schüler:innen weiter auszutesten, zu verbessern und anzupassen.

Text: Dr. Nicole Hagen

Logo Podcast mit dem Schriftzug Kullturmanagement innovativ KONTAKT

18.09.2023 | HOOU

Kulturmanagement innovativ KONTAKT: Dr. phil. Patrick S. Föhl

Herzlich Willkommen bei Kulturmanagement innovativ KONTAKT mit Dr. phil. Patrick S. Föhl!

Zusammenfassung

Im Gespräch mit Joyce Diedrich und Eva Hüster erläuterte Patrick S. Föhl als einer der Autor:innen des im KMM-innovativ-KONTAKT-Podcasts häufig erwähnten Textes die Grundlagen seines Verständnisses der „Kulturmanager:innen als Masters of Interspaces“. In der Arbeit an Schnittstellen sah er mit den Mitautor:innen Gernot Wolfram und später Robert Peper eine Art Marktlücke für Kulturmanager:innen.

Als Experte für Kulturentwicklungsplanung zeichnet sich seine Sicht auf Kulturmanagement durch eine hohe Praxisorientiertheit aus, die sich auch durch das Gespräch zieht. Entstehungsräume für Innovationen sieht er, wie auch Alma Seiberth in der letzten Folge, eher in der Kombination von Bewährtem, im Übernehmen von Dingen, die schon gemacht wurden, aber auch im Anerkennen von Mängeln und im Formulieren von Wünschen – also im Erschaffen, Entschaffen und Bewahren.

Kurzbiografie

Dr. phil. Patrick S. Föhl, geboren 1978 in Berlin-Kreuzberg, ist Gründer und Direktor des »Netzwerks für Kulturberatung« in Berlin. Er ist ein internationaler Kulturentwicklungsplaner und Kulturmanagement-Trainer. Seit 2004 war er für über 40 partizipative Kulturplanungsprojekte verantwortlich, u.a. für die Städte Braunschweig, Kassel, Düsseldorf, Nürnberg, Plovdiv und Frankfurt am Main sowie für viele ländliche Regionen. Als Redner, Coach und Trainer arbeitet er weltweit an Universitäten und Institutionen (z. B. Österreich, Ägypten, Griechenland, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, China, Chile, Luxemburg, Pakistan, Polen, Schweiz, Tunesien, Ukraine, Usbekistan, USA, Vietnam). Er publiziert regelmäßig in den Bereichen Kulturpolitik und Kulturmanagement. Seit 2014 ist er aktiv in die Entwicklung und Durchführung unterschiedlicher kultureller Transformations- und Empowerment-Projekte des Goethe-Instituts Ukraine eingebunden. Von 2016 bis 2021 war er Beirat in der Abteilung »Bildung und Diskurse« des Goethe-Instituts.

Shownotes

Das Netzwerk Kulturberatung, dessen Gründer Patrick S. Föhl ist, hat seinen Internetauftritt hier.

Die Broschüre der »Cultural Leadership Academy Ukraine« lässt sich auf den Seiten des Goehte Institutsherunterladen. 

Der Artikel “Nachhaltigkeit in der Kulturentwicklungsplanung. Was macht Kulturentwicklungsplanung nachhaltig?” ist auf den Seiten des Netzwerk Kulturberatung als PDF zum Download zu finden.

Der Artikel “Zukunftsweisende kulturpolitische Leitlinien für die Stadt Braunschweig”, ist erschienen in den Kulturpolitischen Mitteilungen der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V., Heft 178 • III/2022: Soziale Fragen. Herunterladen kann man den Beitrag als PDF direkt hier auf den Seiten des Netzwerk Kulturberatung.

Der Artikel “»Es muss jetzt weitergehen …«. Erste Gedanken zum Thema europäische Kultur in und aus der Ukraine, nachdem sich am 24. Februar 2022 alles geändert hat” ist auf den Seiten des Netzwerk Kulturberatung zu finden.

Weitere Publikationen von Patrick S. Föhl finden sich auf den Internetseiten des Netzwerk Kulturberatung.

Hier geht’s zur KMM-innovativ-Folge zur Netzwerktheorie mit Robert Peper, über die wir im Gespräch reden.

Der Artikel, in dem das Konzept der Kulturmanager:innen als Masters of Interspaces erläutert wird, ist hierals PDF herunterladbar.

Hier geht es zur Folge zu Nachhaltigkeit mit Annett Baumast, über die wir ebenfalls sprechen.


Und hier verlinken wir euch nochmal Patrick S. Föhl’s  KUBUZZ-Podcast “Facetten kultureller Transformation”. KUBUZZ ist ein Kooperationsprojekt von 7 Institutionen in Baden-Württemberg und unterstützt mit Weiterbildungs- und Coachingangeboten “freie Künstler*innen und Kulturschaffende aller Sparten bei den Herausforderungen der Selbstständigkeit” (vgl. https://kubuzz.de/ueber-kubuzz/).

Die Folge ist im November 2022 aufgenommen worden.


Eine Zusammenarbeit mit dem Institut für Kultur- und Medienmanagement (KMM) der Hochschule für Musik und Theater Hamburg (HfMT) und dem Multimediakontor Hamburg (MMKH).

Logo Podcast mit dem Schriftzug Kullturmanagement innovativ KONTAKT

28.08.2023 | HOOU

Kulturmanagement innovativ KONTAKT: Alma Seiberth

Im Gespräch zwischen Alma Seiberth und Joyce Diedrich und Eva Hüster stehen zwei Themen besonders im Fokus: Am Beispiel des Residenzprogramms der Kulturakademie Tarabya beschreibt Alma Seiberth den (notwendigen) Wandel hin zu einem nachhaltigeren Kulturmanagement, wie es auch schon von Tina Heine in einer früheren Folge der KMM-innovativ-Reihe herausgestellt wurde: Zu Festivals oder Residenzen eingeladene Künstler:innen werden zunehmend für längere Perioden aufgenommen, um nachhaltigere Kontakte zu knüpfen und wirkliche Begegnungen mit dem Ort und den Menschen zu ermöglichen.
Weiterhin zieht sich durch Alma Seiberth’s Arbeit der Fokus auf Repräsentation und Teilhabe. Ihr Anspruch ist es, die Kultur „zu den Menschen zu bringen“, also neue Zugänge zu Kultur zu schaffen. Hier verortet Alma Seiberth auch den Innovationsbegriff: als ein Produkt, das entsteht, wenn neue Räume für ein neues Publikum erschlossen werden.

Kurzbiografie
Alma Seiberth hat Kulturwissenschaft studiert, sowie im Master “Sprachen, Kommunikation und Kulturen in Europa”. Für ihre Masterarbeit mit dem Titel: „Gendered Spaces? Women navigating Istanbul’s public space – experiences, challenges, and informal tactics.“ forschte sie in Istanbul. Dort arbeitete sie im Anschluss für das Goethe Institut und die Kulturakademie Tarabya. Für das zweimonatige Festival „Studio Bosporus“, das  zum 10jährigen Jubiläum der Kulturakademie Tarabya in Berlin stattfand, übernahm sie die Projektkoordination und Kuration.
Für das Kultursommerfestival Berlin 2022 übernahm sie die Projektkoordination, Steuerung und Teamleitung. Derzeit ist sie verantwortlich für die Gesamtprojektkoordination bei der Kulturprojekte Berlin GmbH für das Kultur-Festival-Programm zur Fußball-Europameisterschaft 2024 in Berlin. Gemeinsam mit der Senatsverwaltung für Inneres, Digitalisierung und Sport, der UEFA und mit zahlreichen lokalen Kooperationspartnern wird Kulturprojekte Berlin GmbH das Fan Festival zur UEFA EURO 2024 in der Berliner Innenstadt umsetzen.
Im Verein “Initiative Perspektivwechsel” arbeitet sie an der Konzeption und Produktion von Bildungsmaterialien.

Shownotes
Das Kultursommerfestival Berlin fand nach einem erfolgreichen Start 2022 dieses Jahr erneut statt. Waren es vergangenes Jahr noch 90 Veranstaltungen an 90 Tagen, so sind es jetzt sogar 100 Veranstaltungen – alle draußen und mit kostenlosem Eintritt.
Die Kulturakademie Tarabya wird von der Bundesregierung betrieben und bietet ein Residenzprogramm für Künstler*innen in Istanbul, direkt am Bosporus.
Informationen zum Studio Bosporus, dem Festival anlässlich des 10-jährigen Jubiläums der Kulturakademie Tarabya und des  60. Jahrestages des Anwerbeabkommens zwischen Deutschland und der Türkei, gibt es hier: http://kulturakademie-tarabya.de/studiobosporus/de/info-2/
Alma Seiberth ist außerdem im Vorstand der Initiative Perspektivwechsel e.V. (einem Verein der transkulturellen Begegnung und politischen Bildung) aktiv.



Eine Zusammenarbeit mit dem Institut für Kultur- und Medienmanagement (KMM) der Hochschule für Musik und Theater Hamburg (HfMT) und dem Multimediakontor Hamburg (MMKH).

Eine Weltkugel auf der Chthuluzän der Kunstpodcast in heller Schrift steht

25.08.2023 | HOOU

Was bedeutet das Chthuluzän für uns?

Aleksander Vasili reflektiert mit den Kommiliton*innen in der abschließenden Folge ihre Positionen zu Donna Haraways Chthuluzän – eine Diskussion zur Abschlusspräsentation des Seminars.

Shownotes:

„Bildquellen für Logo [M]:

„Lion‘s mane yellyfish“ von W. Carter, CC0-Lizenz, via Wikimedia https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Lion%27s_mane_jellyfish_in_Gullmarn_fjord_at_Sämstad_2.jpg

 „Blue Marble (Apollo 17)” von Nasa/JSC, public domain, via Wikimedia https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Apollo_17_Full_Earth_photo.jpg

„Gymnosperm Leaves (Single Needled Pinus)” von Berkshire Community College, CC0-Lizenz, via Wikimedia https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Gymnosperm_Leaves_Single_Needled_Pinus_(36445773426).jpg

„Human Lymphocyte” von Dr. Triche/National Cancer Institute, public domain, via Wikimedia https://commons.wikimedia.org/wiki/File:SEM_Lymphocyte.jpg

Eine Weltkugel

25.08.2023 | HOOU

Ideologiekritik im Raumklang

Dara Louma und Nino Vela stellen Kernbegriffe des Diskurses in dreidimensionale Soundscapes und kritisieren ihre dystopischen Aspekte, dann stellen sie diesen einen eigenen, hoffnungsvollen Begriff mit utopischem Soundscape entgegen.

Shownotes:

{ DAS UTOPOLOUSZÄN }
Der im Jahr 2023 in diesem Werk von Dara Louma und Nino Vela vorgeschlagene Begriff skizziert ein für alle Lebewesen utopisches Konzept.
„Utopolouszän“ bedeutet „Konstante utopische Veränderung für Alle“ (auf griechisch: Συνεχής ουτοπική αλλαγή για όλους)
Der Begriff „Utopolouszän“ (auf Englisch: „Utopolouscene“) komprimiert diese Bedeutung und ist zusammengesetzt aus dem griechischen „ουτοπ(ική)“ und „όλους“.
{ LINKS }
// Zusammentragung und Kategorisierung der verschiedenen Begriffe für unser Zeitalter //
Chwałczyk, Franciszek, „Around the Anthropocene in Eighty Names—Considering the
Urbanocene” (2020), in: Sustainability,May 2020 DOI: 10.3390/su12114458
https://www.researchgate.net/publication/341842603
// Informationen zum Chthuluzän //https://katalogplus.sub.uni-hamburg.de/vufind/Record/1755782292
Haraway, Donna, “Staying with the Trouble”(2016, Duke University Press)
|Englisch
https://katalogplus.sub.uni-hamburg.de/vufind/Record/1755782292
Haraway, Donna, “Unruhig bleiben: die Verwandtschaft der Arten im Chthuluzän“(2018, Campus)
|Deutsch
https://katalogplus.sub.uni-hamburg.de/vufind/Record/1004896158
Kernkapitel des Buches im Web frei lesbar:
Auf Englisch:
https://www.environmentandsociety.org/sites/default/files/key_docs/environmental_humanities2015-haraway-159-65.pdf
(Haraway, Donna, “Anthropocene, Capitalocene, Plantationocene, Chthulucene: Making
Kin”(2015), in: Environmental Humanities, vol. 6, 2015, S. 159-165)
Auf Deutsch (als leicht bearbeitete Übersetzung):
https://lesen.oya-online.de/texte/3149-verwandt-im-chthuluzaen.html
Zitierte Artikel:
https://lesen.oya-online.de/texte/3149-verwandt-im-chthuluzaen.html
https://www.teilzeithelden.de/2021/03/29/nazi-ufos-ueber-den-bergen-des-wahnsinns-derrassismus-des-h-p-lovecraft-und-das-rollenspiel
https://www.deutschelovecraftgesellschaft.de/lovecraft/rassismus
https://taz.de/Schoener-Schrecken/!1796759
https://www.juedische-allgemeine.de/kultur/mein-liebster-antisemit

Eine Weltkugel

25.08.2023 | HOOU

Musik für Tiere und von Tieren - ein Blick zurück ins 21. Jahrhundert

Mo Walker spekuliert wie ein Podcast im Chthuluzän klingen könnte. Nimmt man Haraways Koexistenz der Arten ernst, so müsste sich ein Podcast auch an nichtmenschliche Wesen richten.

Shownotes:

Erwähnte Künstler*innen:

Elizabeth Demaray – https://elizabethdemaray.org

David Teie – https://www.musicforcats.com
Musik von: Total Emotional
Tipps zur vertiefenden Lektüre:

Soya the Cow – https://soyathecow.com

David Rothenberg – http://www.davidrothenberg.net
Bildquellen für Logo [M]:

„Lion‘s mane yellyfish“ von W. Carter, CC0-Lizenz, via Wikimedia https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Lion%27s_mane_jellyfish_in_Gullmarn_fjord_at_Sämstad_2.jpg

 „Blue Marble (Apollo 17)” von Nasa/JSC, public domain, via Wikimedia https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Apollo_17_Full_Earth_photo.jpg

„Gymnosperm Leaves (Single Needled Pinus)” von Berkshire Community College, CC0-Lizenz, via Wikimedia https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Gymnosperm_Leaves_Single_Needled_Pinus_(36445773426).jpg

„Human Lymphocyte” von Dr. Triche/National Cancer Institute, public domain, via Wikimedia https://commons.wikimedia.org/wiki/File:SEM_Lymphocyte.jpg

Eine Weltkugel

25.08.2023 | HOOU

Das Bewusstsein von morgen

Marko Liepelt nimmt uns mit auf einen akustische Zeitreise. Er konstruiert ein Bild einer möglichen Zukunft auf Basis des kollektiven Unterbewusstseins, das die Künstliche Intelligenz ausdrückt. Die Antworten der KI auf seine Fragen montiert er zu einer akustischen Collage aus Sounds, Musik und Sprache.

Shownotes:

„Bildquellen für Logo [M]:

„Lion‘s mane yellyfish“ von W. Carter, CC0-Lizenz, via Wikimedia https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Lion%27s_mane_jellyfish_in_Gullmarn_fjord_at_Sämstad_2.jpg

 „Blue Marble (Apollo 17)” von Nasa/JSC, public domain, via Wikimedia https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Apollo_17_Full_Earth_photo.jpg

„Gymnosperm Leaves (Single Needled Pinus)” von Berkshire Community College, CC0-Lizenz, via Wikimedia https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Gymnosperm_Leaves_Single_Needled_Pinus_(36445773426).jpg

„Human Lymphocyte” von Dr. Triche/National Cancer Institute, public domain, via Wikimedia https://commons.wikimedia.org/wiki/File:SEM_Lymphocyte.jpg

Eine Weltkugel

25.08.2023 | HOOU

Eine Botschaft aus der Zukunft

Mia Luca Sengelmann nimmt in einem poetischen Monolog die Perspektive eines allegorischen Chthuluzäns ein, das als Figur aus der Zukunft zu den Hörerinnen spricht, angelehnt an die Figurationen bei Donna Haraway.

Shownotes:
„Bildquellen für Logo [M]:
„Lion‘s mane yellyfish“ von W. Carter, CC0-Lizenz, via Wikimedia https://commons.wikimedia.org /wiki/File:Lion%27s_mane_jellyfish_in_Gullmarn_fjord_at_Sämstad_2.jpg
„Blue Marble (Apollo 17)” von Nasa/JSC, public domain, via Wikimedia https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Apollo_17_Full_Earth_photo.jpg
„Gymnosperm Leaves (Single Needled Pinus)” von Berkshire Community College, CC0-Lizenz, via Wikimedia https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Gymnosperm_Leaves_Single_Needled_Pinus_(36445773426).jpg
„Human Lymphocyte” von Dr. Triche/National Cancer Institute, public domain, via Wikimedia https://commons.wikimedia.org/wiki/File:SEM_Lymphocyte.jpg”

Podcastcover: Folge 1 Empowernde und rassismuskritsiche Bildung: Im Gespräch mit Jinan und Loic

27.06.2023 | HOOU

Diversify! – Der Podcast

Empowernde und rassismuskritische Bildung

Im Gespräch mit Jinan und Loïc 

Gäst*innen 

Jinan 

Loïc* 

Zusammenfassung 

In der ersten Folge Diversify! – Der Podcast sprechen wir mit Jinan und Loïc. Beide arbeiten als Bildungsreferent*innen zu den Fachbereichen Empowerment und Rassismuskritik – und beide sind selbst von Rassismus betroffen.  

In dem Gespräch erzählen die Gäst*innen von ihrem Werdegang, ihrer persönlichen Auseinandersetzung mit Benachteiligung und Privilegierung und geben Einblicke in ihre berufliche Praxis. Dabei wird deutlich, wie notwendig antirassistische Bildungsangebote sind – denn immer wieder werden sie in ihren Workshops und Veranstaltungen mit Rassismus und Widerständen konfrontiert.  

Wie können sie sich als Bildungsreferent*in davor schützen und gleichzeitig eine produktive Lehr-Lern-Atmosphäre gestalten? In dem Podcast teilen Jinan und Loïc ihre Strategien zum Umgang mit der Reproduktion von Rassismus und intersektional wirkenden Machtverhältnissen in ihren Bildungsangeboten. Sie sprechen über bewährte Methoden und konkrete Rahmenbedingungen, die sie für ein angenehmes Arbeiten brauchen und in der Zusammenarbeit mit Auftraggeber*innen einfordern.  

In ihren Erzählungen wird deutlich, wie lohend und bereichernd diese Arbeit ist, doch auch mit welchen emotionalen und strukturellen Herausforderungen die beiden konfrontiert sind. Eine wichtige Rolle spielen für Jinan und Loïc deshalb Selbstfürsorge, Vernetzung, Reflexionsräume, Supervisionen, emotionaler und fachlicher Austausch und nicht zuletzt Humor und Sarkasmus. 

* Auf Wunsch der Gäst*innen werden Jinan und Loïc ausschließlich mit Vornamen angesprochen und erwähnt. 

Moderation 

Sofia Mintre 

Ausführende Projektleitung und Projektkoordinatorin „Diversitätskompetenzen vermitteln!“ Und der Open Educational Ressource “Diversify! – Diversitätsbewusste Mediengestaltung” https://blogs.hoou.de/diversify/ der HOOU@HAW 

Shownotes 

https://blogs.hoou.de/diversify/
https://blogs.hoou.de/diversify/diversify-lehre/