Schlagwort: diversität
Diskutiere mit uns über . Bild: Brooke Cagle
27.10.2023 | HOOU
HAW Hamburg: Entwickelt mit uns beim Jupitercampus drei Lernangebote
Was ist das Projekt „Zugang für Alle – auf dem Weg zu barrierefreien Lernmaterialien“?
Wir laden euch dazu ein, mit uns gemeinsam zu entdecken, wer die Zielgruppe für das Lernangebot „Zugang für Alle – auf dem Weg zu barrierefreien Lernmaterialien” sein könnte und wie die Beteiligten am liebsten lernen möchten. Ihr lernt in diesem Workshop am 4. November von 10 bis 12 Uhr die HOOU kennen, erfahrt was wir im Rahmen des jeweiligen Projekts umsetzen wollen und tragt dazu bei, dass das Lernangebot richtig gut wird. Wir diskutieren, malen, basteln und entwickeln gemeinsam Visionen für ein zeitgemäßes Lernen mit den drei Schwerpunkten:
- Warum interessiert ihr euch für das Thema des jeweiligen HOOU-Projekts?
- Was wollt ihr dazu lernen?
- Wie wollt ihr lernen?
Was ist das Projekt „Biodiversität und ich“?
Biodiversität und Klimawandel sind die großen gesellschaftlichen Themen unserer Zeit. Doch die Dramatik des Artenverlusts und die Dringlichkeit von Maßnahmen zum Schutz der biologischen Vielfalt sind vielen Menschen in dieser Gesellschaft noch nicht bewusst.
In unserem multimedialen Lernangebot wollen wir ein Verständnis für die komplexen Zusammenhänge in Ökosystemen schaffen. Zudem erstellen wir eine Simulation, mit der verschiedene Faktoren und ihre Wirkung auf das eigene Leben getestet werden können. Lasst uns bei dem Workshop am 4. November von 13 bis 15 Uhr gemeinsam herausfinden, was wir in das Lernangebot aufnehmen müssen.
Was ist das Projekt „klima.kompetent“?
Mit unserem Projekt „klima.kompetent“ wollen wir zukünftige Akteur:innen aus verschiedenen Gesundheitsdisziplinen zu Expert:innen ausbilden. In Form von interaktiven und fallorientierten Materialien sollen sie passgenau dazu ermächtigt werden später den Wissenstransfer in ihrem Beruf leisten zu können. Zu diesem Lernangebot könnt ihr bei dem Workshop am 4. November von 16 bis 18 Uhr beitragen.
Die Workshops im Überblick:
10 bis 12 Uhr: Entwickle gemeinsam mit uns Ideen für das Lernangebot „Zugang für Alle“
13 bis 15 Uhr: Entwickle gemeinsam mit uns Ideen für das Lernangebot „Biodiversität in Gewässern“
16 bis 18 Uhr: Entwickle gemeinsam mit uns Ideen für das Lernangebot „klima.kompetent“
Titelbild: thisisengineering / Unsplash
30.08.2023 | Meena Stavesand
„Mehr Diversität in MINT-Fächern fördert vielfältige Perspektiven und Kreativität“
Mit unserer Reihe „Who is HOOU?“ wollen wir uns vorstellen. Den Anfang macht Dr. Paula de Oliveira Guglielmi, die an der TUHH für die HOOU die Wissenschaftskommunikation verantwortet. Paula ist Ingenieurin und freut sich über viele weibliche Mitstreiterinnen, um die Vielfalt im MINT-Bereich zu erhöhen.
Paula, du bist Ingenieurin – warum hast du dich für ein MINT-Studium entschieden?
Dr. Paula de Oliveira Guglielmi: Eigentlich fiel die Entscheidung für ein MINT-Studium bereits, als ich 14 Jahre alt war. Damals habe ich angefangen, Chemie und Physik in der Schule zu lernen. Diese Fächer haben mich direkt fasziniert. Die Themen machten mir viel Spaß und es fiel mir leicht, sie zu verstehen. Ich wollte unbedingt etwas studieren, das diese beiden Fächer zusammenbringt. Und so habe ich mich für die Materialwissenschaft entschieden. Vorher wollte ich mal Journalismus studieren – daher stammt auch mein Interesse für die Wissenschaftskommunikation.
Warum empfiehlst du anderen – insbesondere Frauen, die dort leider noch unterrepräsentiert sind – MINT-Fächer zu studieren?
Paula: Die MINT-Fächer schaffen die Grundlagen, damit wir unsere Umwelt verstehen. Sie sind sehr vielfältig. Man kann viel mit diesem Wissen machen. Am schönsten finde ich es, wenn Menschen dieses Wissen nutzen, um Sachen zu entwickeln, die entweder unser Leben schöner und bequemer machen oder die Lösungen für aktuelle Herausforderungen bieten. Als Beispiele könnte man die Entwicklungen im Bereich der Medizintechnik und Diagnostik nennen, die uns ermöglichen, länger und gesünder zu leben, oder die Entwicklungen im Bereich des Transportwesens (Flüge und Züge), durch die wir große Distanzen in kurzer Zeit zurücklegen können, um unsere Welt zu entdecken und sich so mit Menschen aus der Ferne zu verbinden. Auch im Feld der erneuerbaren Energien finden sich viele Anwendungsmöglichkeiten, die uns aktuell dabei helfen, die Herausforderungen des Klimawandels zu bewältigen. Es macht Spaß, Sachverhalte zu verstehen und neue Sachen zu erfinden und entwickeln!
Aus meiner Erfahrung heraus bin ich fest davon überzeugt, dass es überhaupt keine technische oder MINT-bezogene Aufgabe gibt, die ausschließlich von Männer durchgeführt werden kann. Frauen können dies genauso gut wie Männer. Deswegen sollen sich junge Frauen, die sich für MINT-Fächer interessieren und daran Spaß haben, unbedingt trauen, MINT-Fächer zu studieren. Außerdem würde mehr Diversität in technischen Bereichen vielfältige Perspektiven schaffen und dabei mehr Kreativität fördern.

Was machst du bei uns an der HOOU?
Paula: Mein Schwerpunkt bei der HOOU ist die Wissenschaftskommunikation. Meine Aufgabe besteht darin, neue Strukturen und Formate zu schaffen, die den Wissenschaftler:innen unserer Hochschulen ermöglichen, ihr Wissen und ihre Erfindungen in einer verständlichen Weise an die Gesellschaft weiterzugeben. Das ist eine wichtige Aufgabe, da unsere Gesellschaft heute ständig den immer schnelleren Fortschritten in Wissenschaft und Forschung ausgesetzt ist. Dabei fehlt es vielen Menschen häufig die Zeit oder das Grundlagenwissen, diese Fortschritte gründlich zu verarbeiten und zu verstehen. Hinzu kommt die große Menge an Information, die teilweise unprofessionell über Social-Media-Kanäle verbreitet wird und so oft zu Verwirrungen und Unsicherheiten führt.
Als zentrale Wissenschaftsakteure haben die Hochschulen die Verantwortung der Gesellschaft gegenüber, durch ihre Fachexpertise und Reputation, die aktuellen Forschungsfortschritte in einer verständlichen Weise zu kommunizieren, um der Bevölkerung dabei zu helfen, sich mit eben jenen Fortschritten besser auseinanderzusetzen und vielleicht auch die positiven Seiten der wissenschaftlichen Entwicklungen wahrzunehmen.
Die Hamburg Open Online University stellt eine hervorragende Schnittstelle zwischen den Hochschulen und der Gesellschaft dar und spielt somit eine entscheidende und strategische Rolle in der Wissenschaftskommunikation. Mir macht dieser Job Spaß, weil man nicht an ein einziges Thema gebunden ist, sondern man viel aus verschiedenen Bereichen lernt, da die Angebote der HOOU so vielfältig sind. Außerdem war es mir als Wissenschaftlerin immer wichtig, meine Forschung so didaktisch und verständlich zu formulieren, dass sie jeder versteht. Jetzt kann ich auch andere dabei unterstützen.