Institution: Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg
05.06.2026 | Katrin Schröder
Warum wir uns zusammentun: Haltung zeigen mit Verlage gegen Rechts und ver.di
Wir laden ein zum zweiten Banden-Abend der Spezial-Material-Veranstaltungsreihe mit ver.di Kunst und Kultur und Verlage gegen Rechts (VgR): Gemeinsam sprechen Anne Meerpohl (freie Künstlerin, ver.di), Harriet Dohmeyer (Ankerwechsel Verlag, VgR) und Simon Wahlers (Studio Zweifel, VgR) darüber, wie offene Bündnisarbeit und Arbeitskampf sich mit der freiberuflichen Tätigkeit verbinden lassen.
Beschreibung:
Gegen die aktuellen Angriffe von Rechts auf Kunst und Kultur schließen sich immer mehr Kreative zu offenen Bündnissen für einen vielfältigen Kulturbetrieb zusammen.
Wir laden ein zum zweiten Banden-Abend der Spezial-Material-Veranstaltungsreihe mit ver.di Kunst und Kultur und Verlage gegen Rechts (VgR): Gemeinsam sprechen Anne Meerpohl (freie Künstlerin, ver.di), Harriet Dohmeyer (Ankerwechsel Verlag, VgR) und Simon Wahlers (Studio Zweifel, VgR) darüber, wie offene Bündnisarbeit und Arbeitskampf sich mit der freiberuflichen Tätigkeit verbinden lassen.
Mit Kampagnen, Veranstaltungen und Informationsmaterialien zum Aufdecken rechter Inhalte leisten Aktive aus der Buchbranche als offenes Bündnis Verlage gegen Rechts Aufklärungsarbeit und positionieren sich gegen menschenverachtende Literatur. Ein leichter Einstieg, hier mitzuwirken sind Kampagnen wie Plakate gegen Rechts oder die wütenden Bücher. Welche kreativen Möglichkeiten bestehen, um zu protestieren und sich zu positionieren?
Auch die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di lebt durch Engagement. Gemeinsam tauschen wir uns aus über aktuelle Arbeitsbedingungen und Mindeststandards in der Branche. Wie können Selbstständige zusammen für soziale Absicherungssysteme und faire Einkommen kämpfen?
Bei freiem Eintritt, Drinks + Snacks heißen wir alle Willkommen. Nach der Veranstaltung laden wir zum offenen Austausch ein. Kommt also zahlreich zum Forum Finkenau auf dem Kunst- und Mediencampus Hamburg und schließt euch der Illustrationsbande an!
28.05.2026 | Christian Friedrich
Fingerprinting just bad and ugly
Wie lassen sich von einem bestimmten Setup oder Nutzungsverhalten Rückschlüsse auf einzelne Nutzende ziehen? Ingo Timm, Monina Schwarz und Volker Skwarek sprechen über Fingerprinting.
Wie leicht lassen sich einzelne Geräte im Netz identifizieren und nachverfolgen? Was können Nutzende dagegen tun und sich einen Rest-Komfort beim Nutzen des Webs erhalten? Und wie funktioniert Fingerprinting auch jenseits des Internets? Darum geht’s in dieser Folge. Wir freuen uns über Ergänzungen, Kommentare und natürlich Bewertungen überall dort, wo ihr uns hört.
Links
Probing for Passwords – Privacy Implications of SSIDs in Probe Requests, https://doi.org/10.1007/978-3-031-09234-3_19
Darknet Diaries, The LinkedIn Incident
BSI Empfehlung: Vermeidung von Cookies und Fingerprints
Daten, Abhängigkeiten und Kontrollverlust – Wessen Regeln bestimmen dein Geschäftsmodell?
Browser-Fingerprinting: Vollständige Anleitung, Risiken und wie man sie mindert
Podcast-App-Empfehlungen
- AntennaPod (Android, Open Source)
- Pocket Casts (iOS, Android, Web)
- Overcast (iOS)
Die Sicherheits_lücke im Netz
- Mastodon: @sicherheitsluecke@podcasts.social
- LinkedIn: Die Sicherheits_lücke
- Pixelfed: @sicherheitsluecke@pixelfed.de
- Mail: kontakt@sicherheitsluecke.fm
- Web: sicherheitsluecke.fm
Credits
Die Sicherheits_lücke ist ein Podcast der Hamburg Open Online University (HOOU).
Mit dabei:
- Volker Skwarek (HAW Hamburg)
- Ingo Timm (DFKI / Universität Trier)
- Monina Schwarz (LSI Bayern)
- Christian Friedrich — Produktion und Schnitt
- Anne Vogt — Bildmaterial und Kapitelbilder (CC-BY 4.0)
Grafiken Maurice Rieger
22.05.2026 | Katrin Schröder
Zweite Hamburger Podcast-Nacht
Gute Nachrichten für alle Podcast-Fans: Die Hamburger Podcast-Nacht geht in die zweite Runde. Auch in diesem Jahr bietet die Hamburg Open Online University (HOOU) spannenden Live-Shows aus Hamburg eine Bühne und feiert damit das Medium in besonderer Atmosphäre. Am 6. Oktober ab 19:00 Uhr gehört der Hansa-Theatersaal den Hosts vier verschiedener Formate und ihren Gästen.
Die HOOU ist erneut Veranstalterin und mit der eigenen Produktion „Hamburg, was willst du wissen?“ selbst vertreten. Der Hansa-Theatersaal schafft dafür den passenden Rahmen: mit viel Plüsch, Bewirtung am Platz und Varieté-Charme.
Gemeinsames Thema: Wie wir morgen leben wollen
Alle Live-Shows verbindet in diesem Jahr eine gemeinsame Frage:
„Wie wollen wir morgen leben? Ideen für ein nachhaltiges Hamburg.“
„Nach dem großen Erfolg der ersten Podcast-Nacht im vergangenen Jahr freuen wir uns sehr darauf, weitere Podcasts ins Stadtgespräch zu bringen“, sagt Ellen Pflaum, von der HOOU an der HAW Hamburg. „Nachhaltigkeit ist in diesem Jahr ein Schwerpunktthema der HOOU an der HAW Hamburg. Mit der Podcast-Nacht wollen wir auch auf die vielen Lernangebote aufmerksam machen, die dazu auf unserer Plattform zu finden sind.“
Vier Shows mit spannenden Gästen
An diesem Abend gehören Bühne und Mikrofone vier Hamburger Podcasts und ihren Gästen aus der Stadt:
- „Hamburg, was willst du wissen?“ (HOOU)
- „Elbvertiefung“ als Live-Podcast (ZEIT Hamburg)
- „Sinneswandel“ (Marilena Berends)
- „Synapsen – der Wissenschaftspodcast“ (NDR Info)
Jedes Gespräch dauert etwa 30 Minuten. In der Pause stehen Hosts und Gäste für den direkten Austausch mit dem Publikum bereit.
Vorverkauf startet in Kürze
Die Grafik ist von Marco Verch, CC-BY 2.0, mit Hilfe von KI erstellt.
21.05.2026 | Katrin Schröder
Nachhaltigkeit erleben: BNE-Pionier*innen der HOOU@HAW Hamburg geben Einblicke
Wie sähe dein Alltag aus, wenn Nachhaltigkeit die selbstverständlichste Entscheidung wäre? Welche unsichtbaren Zusammenhänge beeinflussen eigentlich, wie wir mit Ressourcen umgehen – und wer darüber bestimmt? Und wie könnten Städte aussehen, in denen Mensch und Natur wirklich im Einklang leben?
Bei unserer interaktiven Veranstaltung während der Hamburg Sustainability Week laden die BNE-Pionier*innen der HOOU@HAW Hamburg dazu ein, zentrale Themen der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) praxisnah zu entdecken.
Im Mittelpunkt stehen drei Themenbereiche: nachhaltiger Lebensstil, Ressourcen und Machtverhältnisse sowie Städte und Biotope. Zu jedem dieser Schwerpunkte geben anschauliche Infoposter einen fundierten Überblick und eröffnen unterschiedliche Perspektiven. An ergänzenden Hands-on-Stationen können Besucher*innen selbst aktiv werden, neue Denkanstöße gewinnen und ihr eigenes Bewusstsein für Nachhaltigkeit stärken.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Format „Reingeforscht“ der HAW Hamburg statt und verbindet interaktive Elemente mit fachlichen Impulsen aus Wissenschaft und Praxis. So entsteht ein lebendiger Austauschraum, der zum Mitmachen, Diskutieren und Weiterdenken einlädt.
Ob neugierig, engagiert oder einfach interessiert – alle sind herzlich willkommen, Nachhaltigkeit aus neuen Blickwinkeln zu erleben und gemeinsam Zukunft zu gestalten.
12.05.2026 | Christian Friedrich
Antje Flemming
Literaturwissenschaftlerin und Leiterin des Literaturhauses Hamburg Dr. Antje Flemming im Gespräch mit Nicola Wessinghage über Kultur in Ost und West, Diversität in der Literatur und die Frage, wie ein Literaturhaus relevant für alle Menschen sein kann.
Hamburg, das ist heute: Antje Flemming. Seit Mai 2025 leitet sie das Literaturhaus Hamburg – ein Haus, dem sie schon seit über zwei Jahrzehnten verbunden ist: Von 2002 bis 2016 verantwortete sie dort bereits die Öffentlichkeitsarbeit, zuletzt war sie als Literaturreferentin in der Hamburger Kulturbehörde tätig.
Im Gespräch mit Nicola Wessinghage spricht Antje Flemming über ihre Kindheit und Jugend in der DDR, über unterschiedliche Zugänge zu Kultur in Ost und West und darüber, wie sie das Literaturhaus für ein möglichst breites Publikum öffnen möchte. Es geht um Diversität in der Literatur, um die Autorinnen der Gruppe 47 – und um die Frage, wie ein Literaturhaus heute relevant für alle Menschen sein kann.
Die HOOU-Lernangebote, die zu dieser Folge passen, knüpfen an zentrale Themen des Gesprächs an: „Comm.Unity“ zu gesellschaftlichem Zusammenhalt und „Die Neue Frau“ zu weiblichen Lebensentwürfen in der Literatur und Kulturgeschichte.
Links
Literaturhaus Hamburg (Wikipedia)
Podcast „Jetzt lass mich doch mal auslesen“
Comic-Projekt „100 Jahre Lenz“ mit Illustrationen von Studierenden der HAW
Lee Leder Guttmann (Wikipedia)
Foto Antje Flemming: Gunter Glücklich
HOOU Lernangebote
Credits
Moderation: Nicola Wessinghage und Christian Friedrich Musik: Jakob Kopczynski Produktion: Christian Friedrich Foto Antje Flemming: Gunter Glücklich
Die Angebote zum Selbstlernen auf der Online-Plattform der Hamburg Open Online University stehen allen Interessierten frei zur Verfügung. Um unsere Lernangebote zu nutzen, brauchst du weder zu studieren noch bestimmte Voraussetzungen zu erfüllen. Schau einfach online vorbei. Unsere Internetadresse ist www.hoou.de
Feedback, Anregungen und Kommentare zum Podcast erreichen uns per E-Mail unter waswillstduwissen@haw-hamburg.de
Bild: Ian Usher / Unsplash
11.05.2026 | hoouadmin
Herausforderung Drohnen: Cyberangriffe von oben
Für die meisten Menschen ist eine Cyberattacke etwas, das im eigenen Postfach oder Netzwerk lauert. Doch was vielen nicht bewusst ist: Durch Drohnen können solche Angriffe heute auch über unseren Köpfen oder vor unserem Fenster passieren. Was Kriminelle bewegt, Drohnen einzusetzen, wie sie das tun und wie wir uns schützen können. Ein Beitrag von Prof. Dr. Volker Skwarek (HAW Hamburg), Host des HOOU-Podcasts „Die Sicherheits_lücke“
Drohnen: Errungenschaften der Technik, die nicht nur regelmäßig über, sondern mittlerweile auch in unseren Köpfen schwirren. In einer Vielzahl von Anwendungen sind sie längst fest etabliert: Sie transportieren Pakete, überwachen Wälder bei Brandgefahr oder liefern spektakuläre Luftaufnahmen bei Open-Air-Events. Wie bei jeder technologischen Innovation bringt der vermehrte Einsatz von Drohnen jedoch auch eine Reihe an Herausforderungen mit sich. Und Cyber(un)sicherheit steht in diesem Fall ganz oben auf der Liste.
Luftfahrtrechtlich als UAVs (Unmanned Aerial Vehicles) bezeichnet, sind Drohnen unbemannte Fluggeräte, die entweder autonom fliegen oder ferngesteuert werden. Ausgestattet mit Kameras und Sensoren können sie zahlreiche Aufgaben übernehmen, die sich üblicherweise mit Überwachung oder Dokumentation befassen. Für jede davon gibt es inzwischen spezialisierte Drohnen sowie die entsprechenden Konfigurationen.
Aber unabhängig davon, ob es sich um eine Drohne für Filmaufnahmen, eine militärische Drohne oder eine Do-it-yourself-Version im 3D-Druck handelt: Jede Drohne stellt ein potenzielles Risiko für einen Cyberangriff dar – und kann dabei sowohl Werkzeug als auch Ziel des Angriffs sein.
Die Schattenseiten der Freiheit
Drohnen sind inzwischen in einem breiten Spektrum und einer großen Preisspanne verfügbar. Sie sind oft sehr einfach zu steuern, klein und relativ unauffällig. Während sie im Flug einfach Grenzen überwinden und dadurch viele neue Möglichkeiten und Anwendungsfälle eröffnen, ziehen sie auch unweigerlich die Aufmerksamkeit von Cyberkriminellen auf sich. Denn die oben erwähnten Vorteile machen Drohnen auch zu äußerst attraktiven Begleitern für Cyberangriffe in sensiblen Bereichen, die ohne sie nicht zugänglich wären.
Doch wer nutzt Drohnen für Cyberangriffe? Und mit welcher Motivation wird ein solcher Cyberangriff ausgeführt? Auch wenn es sicher nicht eindeutig differenzierbar ist, so lassen sich verschiedene Kategorien von Angreifenden nach Mitteln und Zielen unterscheiden.
Wer nutzt Drohnen für Cyberangriffe?
Da sind zum einen die sogenannten Skriptkiddies: Diese Personengruppe, zumeist Menschen mit wenig Informatikkenntnissen, hat eingeschränkte technische und finanzielle Möglichkeiten und probiert beispielsweise publizierte Konzepte aus. Drohnen setzen sie eher als Mittel zum Zweck ein, ohne vorsätzlich ein Ziel zu verfolgen, das die IT-Sicherheit verletzt. Dazu gehört beispielsweise das Ausspähen von WiFi mit dem Versuch, in diese Netzwerke einzudringen.
Auch Cyberaktivist*innen setzen bereits vermehrt Drohnen ein. Diese Personengruppe agiert eher einzeln als organisiert und verfolgt ein weiterführendes, in der Regel übergeordnetes Ziel. Dabei werden bekannte Techniken und Schwachstellen kombiniert und weiterentwickelt. Es bestehen finanzielle Grenzen, die aber deutlich höher sind als die der Skriptkiddies. Zudem besteht in dieser Kategorie von Angreifenden ein umfangreicheres Wissen, etwa darüber, wie man Drohnen selbst baut oder so umbaut, dass sie sich optimal für den geplanten Angriff eignen.
So können Überwachungen im optischen oder Infrarotbereich für Social-Engineering-Angriffe durchgeführt oder auch optische und Laser- oder Radarscans von Liegenschaften zur Schwachstellenanalyse durchgeführt werden. Zudem können zusätzliche WiFi-Accesspoints als Man-in-the-Middle abgesetzt werden, um so Datenverkehr mitzuhören, abzufangen oder sogar im Namen des Absenders zu manipulieren. Aktivistische Gruppen verfolgen damit oft das Ziel, Daten und Informationen zu stehlen und für die aktivistischen Zwecke als Druckmittel einzusetzen. Eher selten besteht die Absicht, sich monetär zu bereichern.
Im Gegensatz zu Cyberaktivist*innen verfügen Cyberkriminelle, eine weitere Gruppe, die vom Einsatz von Drohnen profitieren kann, zusätzlich über große finanzielle Mittel, sodass ihre Angriffe nicht an materiellen Grenzen scheitern. Diese Gruppe ist in der Lage, sich zahlreiche Drohnen mit unterschiedlichen Eigenschaften und Nutzlasten zu beschaffen und diese in Mehrpilotensystemen für komplexe Aufgaben und Manöver zu steuern. Allerdings steht für Wirtschaftskriminelle der Return on Invest im Vordergrund. Somit sind bei den meisten Angriffen das Ausspähen und Stehlen von Daten, das Vorbereiten von physischen Einbrüchen, Cyberspionage und Erpressung zu erwarten.
Im Auftrag von Regierungen und Staaten
Eine besonders schwer zu greifende Gruppe sind die State Actors, also Angreifende, die im Auftrag von Regierungen und Staaten agieren. Sie nutzen ähnliche Mittel wie Cyberkriminelle, handeln jedoch eher nicht aus finanziellen Interessen. Für sie gilt, andere Gesellschafts- und Wirtschaftssysteme zu destabilisieren. Dabei sind Umfang und Art der eingesetzten Mittel von untergeordneter Bedeutung, wenn der Zweck sie aus Sicht der Handelnden rechtfertigt.
State Actors geht es bei Cyberangriffen durch Drohnen oft eher um nachrichtendienstliche Analysen: Längerfristiges Mitschneiden verschlüsselter Kommunikation über WiFi, sogenanntes IMSI-Scanning der SIM-Karten von Mobiltelefonen an verschiedenen Orten, um Bewegungsmuster und sogar Wohnorte von Personen zu bestimmen, oder der Einsatz von höchstauflösenden Kameras und Richtmikrofonen, um Bildschirme und Gespräche auszuspähen: eine ausgezeichnete Grundlage, um weitere Cyberoperationen zu starten.
Schnellere und gezieltere Angriffe möglich
Welche Gruppe sie auch einsetzt: Fest steht, dass Cyberangriffe durch Drohnen an Komplexität gewinnen. Etablierte Abwehrmaßnahmen wie ein Zaun oder eine Mauer lassen sich damit mühelos überwinden, der physische Angriffsraum wird erweitert und die Geschwindigkeit, in der Angriffe ausgeführt werden, erhöht sich. Für Firmen bedeutet das, dass die Absicherung ihres Geländes auch den Luftraum und womöglich das Umfeld miteinbeziehen muss.
Darüber hinaus ermöglicht die hohe Geschwindigkeit einer Drohne Cyberangriffe auf Orte und Räume, an denen man sich bisher in relativer Sicherheit wiegen konnte. Beispielsweise werden dadurch Angriffe auf WiFi-Systeme in einem vermeintlich physisch sicher abgegrenzten Raum möglich, indem in einem einzigen, schnellen Überflug Netzwerke, Authentifikationsverfahren oder Bluetoothgeräte lokalisiert und mitgeschnitten werden, um Sicherheitslücken zu finden.
Aus diesen Überlegungen lässt sich der Charakter der zu erwartenden Cyberangriffe ableiten: Die hohe Mobilität, die geringe Größe sowie die Möglichkeit zum Transport leichter Nutzlasten prädestiniert Drohnen dafür, Angriffe vorzubereiten und durchzuführen.
Methoden der Angriffe
Methoden, die dabei mittlerweile bekannt sind, sind etwa das Erstellen von (3D-)Geländeplänen oder das Ausspähen von vorhandenen und angefragten drahtlosen Netzwerken sowie von Bluetooth-Verbindungen, insbesondere zu Druckern und anderen schlecht gesicherten Geräten des Internet of Things.
Auch das Scannen von Netzwerken über ungesicherte Zugangspunkte oder das Ausstrahlen eines Netzwerks und Accesspoints wird durch Drohnen sehr viel einfacher. Zudem ermöglichen sie es, den Funkverkehr drahtloser Mäuse und Tastaturen mitzuschneiden sowie Personen, Dokumente und Bildschirme zu fotografieren oder zu filmen.
Die zu erwartenden Angriffe zeichnen sich also durch eine Mischung aus unerwarteter Nähe, Höhe, Position und Geschwindigkeit aus. Die konkreten Angriffsvektoren sind dabei vielfältig: von Social Engineering über Man-in-the-Middle-Angriffe, um Netzwerke zu kompromittieren, bis hin zum Ausnutzen bekannter Sicherheitslücken durch spezialisierte Tools.
Podcast thematisiert Drohnenangriffe und deren Abwehr
Eine gute Verteidigung gibt es leider nicht. In unserer mehrteiligen Podcast-Serie haben wir uns mit dem Thema auseinandergesetzt und herausgearbeitet, dass der beste Schutz darin besteht, über präventive Angriffe wie Red-Teaming und Pentesting herauszufinden, wo Schwachstellen gegenüber Drohnen bestehen. Und darin, sich beim Schutz von IT, Ressourcen und Gelände nicht auf die physische Unerreichbarkeit zu verlassen. Drohnenangriffe zu erkennen und abzuwehren, ist aufgrund der geringen Größe und hohen Geschwindigkeit oft ein aussichtsloses Unterfangen.
Selbstverteidigungsmaßnahmen wie Zerstörung, Hacking oder Abschuss lassen sich juristisch – wenn überhaupt – nur für den konkreten Einzelfall abschätzen. Grundsätzlich müsste die Polizei informiert werden und eingreifen. Dafür laufen Drohnenangriffe aber zu schnell ab. Zudem verfügt die Polizei selbst kaum über wirksame Maßnahmen.
Drohnen, Cybersecurity und Recht
In dieser Folge spricht Volker Skwarek mit David Klein, Fachanwalt für Informationsrecht und Salary Partner der Kanzlei Taylor Wessing. Das Gespräch dreht sich um Auswirkungen, Gefahren und rechtliche Beurteilungen rund um Cybersicherheit und Drohnen. Im Anschluss ordnen Monina Schwarz und Ingo Timm das Interview ein.
Daher bleibt die Empfehlung, Drohnen in der Bewertung des Cyberrisikos zu berücksichtigen und ausreichende Präventivmaßnahmen zu ergreifen – beispielsweise auch durch die Lage kritischer Räume, die Orientierung von Schreibtischen und Monitoren zu Fenstern oder Handlungsempfehlungen an die Mitarbeitenden im Fall einer Drohnensichtung.
Die Sicherheits_lücke
… ist ein Podcast der Hamburg Open Online University (HOOU), der IT-Sicherheit greifbar macht und fundierte Inhalte mit unterhaltsamen Gesprächen verbindet. Prof. Dr. Volker Skwarek (HAW Hamburg) spricht gemeinsam mit Monina Schwarz (Landesamt für Sicherheit in der Informationstechnik Bayern) und Prof. Dr. Ingo Timm (Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz und Universität Trier) über aktuelle Risiken, technologische Trends und gesellschaftliche Herausforderungen. Die Illustrationen und das Design des Podcasts wurden gestaltet von Anne Vogt.
https://www.sicherheitsluecke.fm
Über den Autor
Volker Skwarek ist seit 2014 Professor für Technische Informatik an der HAW Hamburg und leitet das Forschungs- und Transferzentrum CyberSec. Dort forschen er und seine wissenschaftlichen Mitarbeiter an Methoden der Kodierung von Identitäten, Netzwerkabsicherung, Access-Control-Mechanismen insbesondere für Anwendungen der kritischen Infrastruktur. Bei der Gesellschaft für Informatik engagiert er sich als stellvertretender Sprecher der Fachgruppe Netzwerksicherheit (NetSec) und organisiert die Konferenz GI Sicherheit 2026 in Hamburg. Sein Text ist in Zusammenarbeit mit Monina Schwarz, Ingo Timm sowie Christian Friedrich entstanden, mit denen er seit Januar 2025 den Podcast „Die Sicherheits_lücke“ produziert. Dort wurde das Thema auch in mehreren Episoden aufgegriffen.
Dieser Beitrag ist im Mitgliedermagazin der Gesellschaft für Informatik e.V. – „Das Informatik-Magazin“ – erschienen.
30.04.2026 | Christian Friedrich
Digitale Souveränität: philosophische Sackgasse?
In dieser Folge nehmen Volker Skwarek und Ingo Timm das Thema digitale Souveränität auseinander. Sie diskutieren, warum Office 365, PowerPoint und Outlook so erfolgreich sind, wo Lock-in-Effekte wehtun und wieso Migrierbarkeit und offene Formate wichtiger sein könnten als der Versuch, eine eigene europäische Cloud zu bauen. Themen sind unter anderem der CLOUD Act, die Sperrung des Mail-Accounts von IStGH-Chefankläger Karim Khan, die Bundeswehr-Cloud bei Google, KI-Souveränität, Apertus, Mistral und der „Digital Independence Day“. Am Ende die These: Trennung von Daten und Programmen ist der eigentliche Hebel
Links
Strafgerichtshof: Microsofts E-Mail-Sperre als Weckruf für digitale Souveränität (heise)
BSI-Blog: Digitale Souveränität
Souveräner Arbeitsplatz (BMDS)
ZenDiS — Zentrum für Digitale Souveränität
Podcast App Empfehlungen
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Die Sicherheits_lücke ist ein Podcast der Hamburg Open Online University (HOOU).
Monina Schwarz, LSI Bayern
Volker Skwarek an der HAW Hamburg
Produktion und Musik: Christian Friedrich
Das in dieser Episode verwendete Bildmaterial steht unter der Lizenz CC-BY 4.0, Urheberin ist Anne Vogt.
24.04.2026 | Katrin Schröder
Live-Podcast „Ehrencast“
Wie engagieren sich Menschen für unsere Gesellschaft? Und warum tun sie das eigentlich?
Im Live-Podcast „Ehrencast“ der HOOU an der HAW Hamburg und der Bücherhallen Hamburg sprechen wir am Freitag, 29. Mai, um 16 Uhr mit Ehrenamtlichen aus unterschiedlichen Bereichen über ihre Erfahrungen, Beweggründe und Herausforderungen. Alle 15–20 Minuten wechselt der Gast. Das Publikum ist eingeladen, mitzudiskutieren und Fragen zu stellen.
Unsere Gäste:
- Medienboten der Bücherhallen – bringen Menschen, die nicht mobil sind, ihre Leihmedien nach Hause. Mit Zeit für einen Klönschnack.
- SILBER & SMART – altersgerechter Einstieg in Tablet, Smartphone und Internet für Menschen 60+.
- DIALOG IN DEUTSCH – Deutsch sprechen, üben und Menschen treffen: ein Angebot für Zugewanderte.
- Hospizarbeit – Begleitung schwerkranker und sterbender Menschen sowie ihrer Angehörigen.
- Eine fünfte Stimme kommt noch dazu.
Die Moderation übernimmt Christian Friedrich.
Kommt am 29. Mai vorbei und höre aus erster Hand, wie spannend und wertvoll ein Ehrenamt sein kann.
Veranstalterin: HOOU@HAW Hamburg und Bücherhalle Zentralbibliothek
30.03.2026 | Katrin Schröder
Zukunftswerkstatt für die Mobilität von morgen
Wie bewegen wir uns morgen durch Hamburg? Effizient, klimafreundlich und für alle zugänglich? Die Welt verändert sich ständig – und die Ideen von heute gestalten die Realität von morgen. In unserer Zukunftswerkstatt für die Mobilität von morgen möchten wir gemeinsam mit euch neue Perspektiven auf urbane Mobilität entwickeln.
In vier interaktiven Zoom-Sessions könnt ihr eure Sichtweise zu aktuellen Herausforderungen in Hamburg einbringen und gemeinsam neue Konzepte entwerfen. Methodisch begleitend erkunden wir im HOOU-Kurs „Collaborative Ideation“ die gemeinsamen Ideenentwicklung.
Unsere kreative Reise führt euch durch verschiedene Stationen:
Workshop 1 – Kennenlernen in Kollektivien
30.04. | 16:30–18:30 Uhr
Workshop 2 – Überfahrt auf die Problemsinsel
21.05. | 16:30–18:30 Uhr
Workshop 3 – Lösungssuche im Kreativland
11.06. | 16:30–18:30 Uhr
Workshop 4 – Die Eishöhlen Sieb-Iriens
02.07. | 16:30–18:30 Uhr
Ihr könnt auch schon vorab in unseren HOOU-Kurs „Collaborative Ideation: Gemeinsam Ideen entwickeln“ hineinschauen:
https://learn.hoou.de/blocks/course_overview_page/course.php?id=483
Anmeldung
Wenn ihr teilnehmen möchtet, meldet euch bitte bis zum 25.04. per E-Mail an: jan.kuechenhof@gmail.com
Wir freuen uns auf eure Ideen und darauf, gemeinsam an einer spannenden Zukunft der Mobilität zu arbeiten!
Annerkennungsmöglichkeiten
A) Teilnehmerbescheid über das Lernangebot “Collaborative Ideation”: https://learn.hoou.de/blocks/course_overview_page/course.php?id=483
B) Für Studierende*: 3 ETCS über den SDG-Campus (https://sdg-campus.de/)
* Für ordentlich immatrikulierte Studierende der folgenden Universitäten: TU Hamburg, HCU, Uni Weimar, Uni Stuttgart, TU Dresden, TU München oder LUH.
26.03.2026 | Christian Friedrich
NIS-2, und nun?
Wir sprechen mit drei Experten über die Umsetzung von NIS-2.
Vor einigen Folgen haben wir über das kommende NIS-2-Umsetzungsgesetz gesprochen, nun ist es da. Unter dem Motto „NIS-2, und nun?“ haben wir drei Gäste eingeladen und mit ihnen auf der Bühne bei der #GISICHERHEIT2026 an der HAW Hamburg gesprochen: Bastian Pfarrherr, Leiter der Netzstrategie vom Netzbetreiber Hamburger Energienetze, Marian Blok, Referent für KRITIS-Sektoren Transport und Verkehr, Weltraum und Ernährung vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, und Thomas Holst, geschäftsführender Gesellschafter der BT Nord Systemhaus GmbH.
Website: www.sicherheitsluecke.fm
LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/die-sicherheitslücke/
Mastodon: https://podcasts.social/@DieSicherheits_luecke
Links zu dieser Folge
NIS-2-Umsetzungsgesetz im Bundesgesetzblatt
Unsere Panelgäste
Weitere Folgen zu NIS-2
NIS-2 mit Dennis-Kenji Kipker vom 03. April 2025
Shorts: NIS-2 aktuell mit HonkHase vom 17. November 2025
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